Wirtschaft

Konjunktur

In diesem Jahr 2007 rechnen Konjunkturforscher (unter anderem das Forschungsinstitut Centraal Planbureau CPB) mit einer Belebung der niederländischen Wirtschaft mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von rd. 3% und 2008 von etwa 2,5%. Sie erwarten eine höhere Gesamtproduktion der Industrie ? damit eine steigende Kapazitätsauslastung der Betriebe und eine höhere Rentabilität von Sachkapitalanlagen. Dies sind gute Voraussetzungen für einen Aufschwung auf dem Investitionsgütermarkt. Da es in den vergangen Jahren aufgrund der schwachen Binnennachfrage zu einem Investitionsstau gekommen ist, stehen die Anzeichen gut, dass es zu einer weiteren Steigerung der Nachfrage nach Maschinen, Anlagen und Nutzfahrzeugen kommt.

 

Investitionsklima

Seit dem Sommer 2006 vermelden die Umfragen bei niederländischen Unternehmern wieder einen steigenden Geschäftsklimaindex. Das CPB rechnet mit einer Investitionszunahme von real knapp 5% gegenüber dem Vorjahr. In der Metall- und Elektroindustrie geht man sogar von einer Zunahme bis zu 15% gegenüber dem Vorjahr aus. Die Regierung hat bereits im vergangenen Jahr grünes Licht für neue öffentliche Investitionen gegeben (u. a. Betuweroute Eisenbahngüterverkehr zwischen Rotterdam und Deutschland; Mehrjahresprogramm Infrastruktur und Transport MIT).

 

Konsumklima

In den vergangenen Jahren überwog seit 2001 bei den Niederländern eine pessimistische Einschätzungen der Wirtschaftsentwicklung, was sich in einer sehr verhaltenden Konsumzurückhaltung äußerte. Die generelle Bereitschaft Geld auszugeben befindet sich allerdings im Aufwind. Für 2007 prognostiziert das CPB eine reale Zunahme der Konsumausgaben von 2%. Diese setzt sich aus einer erwarteten Steigerung der Kaufkraft in Höhe von rund 1,3%, einer leicht sinkenden Sparquote und einer höheren Beschäftigung zusammen. Somit können im Durchschnitt mehr Lohn- und Gehaltsempfänger mit einem volleren Geldbeutel Waren einkaufen. Die Arbeitslosenquote wird für dieses Jahr mit einem Rückgang auf 4,5% prognostiziert.

 

Außenhandel

Deutschland bleibt der wichtigste Handelspartner der Niederlande, aber seine Bedeutung nimmt im Vergleich zu anderen Ländern ab. Der Bestand an deutschen Direktinvestitionen erreichte 2004 über 77 Mrd. Euro. Niederländische Unternehmen repräsentieren in Deutschland wiederum einen Investitionswert von 128 Millarden Euro. Diese verbundenen Gesellschaften bilden das Rückgrat der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.